Glossar

[A]

Ad-hoc-Reporting
Berichterstellung auf Anforderung. Im Gegensatz zum Standard-Reporting werden Berichte über Reporting-Tools oder OLAP-Analysen dann erstellt, wenn der Informationsbedarf dazu gegeben ist.
Werden diese Informationen öfter benötigt, kann aus einem Ad-hoc- ein Standard-Bericht erzeugt werden (z. B. nach entsprechender inhaltlicher und optischer Aufwertung des Berichts).

ABAP
ABAP (ADVANCED Business Application Programming) ist die Entwicklungssprache für SAP R/3. Es wurde speziell entwickelt, um große und komplexe Anwendersysteme zu programmieren.
ABAP ist Teil einer umfassenden Entwicklungsumgebung (Development Workbench) zur Planung und Implementierung umfassendender Softwareanwendungen.
ABAP-Programme sind portierbar auf verschiedene Betriebs- und Datenbanksysteme.

Agenten
(intelligente) Programmpakete, die in automatisierter Weise Informationen für einzelne Benutzergruppen des Web-Portals aufspüren und verteilen sowie dynamisch (beispielsweise auf der Basis der bisher getätigten Informationszugriffe) die Informationsprofile der einzelnen Anwender und Anwendergruppen auf den neuesten Stand bringen.

[B]

Back Office
Unter Back Office versteht man die gesamte Innenorganisation eines Unternehmens von der Zentrale über die Beschaffung, Auftragsabwicklung, das Finanzwesen bis hin zum Personalwesen.

Balanced Scorecard
Konzept Managementmethode wonach in einer Analyse und Bewertung eines Unternehmens ein Gleichgewicht der strategischen Zielrichtung mit den Leistungsdaten erzielt wird.

Business Intelligence (Bl)
Mit Business Intelligence können alle informationstechnischen Instrumente zusammengefasst werden, die das Auswerten von unternehmensweit verfügbarem Wissen unterstützen.
Der Begriff und das Konzept Business Intelligence wurden 1993 von der Gartner Group geprägt. Bl beschreibt die Zugriffs- und Analysemöglichkeiten von Endanwendern auf im Unternehmen gespeicherte Daten und Informationen.
Bl Softwarelösungen umfassen Führungsinformationssysteme

1. Executive Information System, EIS
2. Decision Support System, DSS
3. Lösungen für Abfrage und Reporting, multidimensionale Analyse (OLAF)
4. Data Mining
5. Management Informationssystem (MIS)

BI Portal
Ein Business Intelligence Portal stellt den Anwendern unternehmensweites Know-How auf einer einheitlichen Oberfläche zur Verfügung. Über das BI Portal können Anwender von einem einzigen Punkt aus auf sämtliche Informationen zugreifen und durch Berichte navigieren, die für ihre Aufgaben relevant sind.
Business Intelligence Software Softwarelösungen, die zur Entscheidungsfindung in Unternehmen beitragen. Sie werden in Anwendungen wie Data Warehouse, Management Informations Systems (MIS) oder Executive Information Systems (EIS) eingesetzt.
BI Software soll Anwender dabei unterstützen, "Just-in-Time"-Informationen zur Steuerung von Geschäftsprozessen zu erhalten.

Business Mapping (auch Desktop Mapping)
Einfache und leicht bedienbare Programme zur Visualisierung und Analyse von Daten mit räumlichem Bezug in digitalen Landkarten, besonders für Gebietsplanung und -analyse interessant.

Business to Business (B2B)
Mit B-to-B - Business to Business bezeichnet man die Abwicklung geschäftlicher Transaktionen zwischen Unternehmen.

Business to Consumer (B2C)
Mit B-to-C bezeichnet man die Abwicklung geschäftlicher Transaktionen zwischen dem Handel und dem Endverbraucher.

Business to Employee (B2E)
Mit B-to-E bezeichnet man geschäftliche Transaktionen zwischen Unternehmen und Mitarbeitern. Ein Beispiel wäre ein Unternehmen welches Produkte über spezielle Konditionen an die Mitarbeiter vermarktet.

[C]

Computer Aided Selling (CAS)
Schwammiger Begriff, der teilweise als Überbegriff für alle möglichen Programme dient, andererseits speziell für Vertriebsinformationssysteme (heute SFA-Systeme) benutzt wird. CAS steht für viele verschiedene Anwendungen im Vertrieb.
Die klassische und weitverbreitetste Anwendung ist der Einsatz von Kundendatenbanken in Verkauf und Vertrieb. Häufig werden derartige Systeme deshalb auch als CAS-System bezeichnet.
Neben dem Einsatz von Kundendatenbanken im Vertrieb kann der Computer auch andere Anwendungen im Verkauf finden.
Die häufigsten sind: Angebotspräsentation (Interactive Selling Systems), Computer Based Training, Konfigurationssystem, Elektronischer Katalog und Gebietsoptimierung (siehe Business Mapping).

Call Center Service
Center eines Unternehmens welches die ein- und ausgehenden Telefongespräche abwickelt. Es ist in der Regel über eine bestimmte Servicenummer erreichbar. Das Call Center unterstützt z. B. die Akquisition, die Auftragsabwicklung, das Reklamationsmanagement, usw.

Computer Based Training (CBT)
Software zur Ausbildung und Weiterbildung von Mitarbeitern, Kunden und Partnern.
Bei dieser Form der Weiterbildung geht es um die interaktive Kommunikation im virtuellen Raum. Die Lehrmedien stehen dabei in multimedialer Form zur Verfügung.

Change Management
Im Bezug auf CRM versteht man unter Change Management die Änderung der Firma von der reinen Produktorientierung hin zur Kundenorientierung. Im Rahmen des Change Management sind die Mitarbeiter frühzeitig in diesen Wechsel einzubeziehen.

Churn-Management
Churn-Management umfasst alle Maßnahmen, um Kundenabwanderungen entgegen zu wirken.
Der Begriff Churn ist eine Verbindung von Change und Turn und bezeichnet den Prozess der Abwanderung von Bestandskunden bei nachlassender Kundenbindung.

Customer Interaction Software (CIS)
Vergleichbar mit Customer Relationship Management-Software mit stärkerem Schwerpunkt auf interaktiven Kundenbeziehungen im Call Center und Internet. Client Programme / Systeme welche Informationen von einem Server abrufen.

Computer Telephony Integration (CTI)
Verknüpfung von Telefonanlage und EDV ermöglicht Anwahl eines Kunden per Mausklick oder Anzeigen des jeweiligen Anrufers.

Customer Service System (CSS)
System zur Servicesteuerung und Serviceunterstützung. Neben der Zuteilung die Aufträge für den Kundendienst, meist auch ein Help Desk zur Beantwortung der häufigsten Kundenprobleme.

[D]

Database Marketing
Die Kundendatenbank (= Database) ist eine Sammlung von Adressen von bestellenden Kunden sowie Interessenten. Diese Adressen werden durch zahlreiche Merkmale, die der Qualifizierung der Daten dienen sollen, ergänzt. Bei Privatadressen können dies beispielsweise Geschlecht, Alter, Einkommen, Haushaltsgröße oder die Mitgliedschaft in einem Club sein.
Bei Firmenkunden interessieren Branche, Umsatzgröße, Mitarbeiteranzahl und Produktpalette. Die Informationen können von Adressverlagen wie Schober oder AZ Direktmarketing bezogen und / oder im Unternehmen durch die Personen, die Kundenkontakt haben, gesammelt werden.
Anhand der möglichen Klassifizierungsmerkmale wird im Database Marketing eine bestimmte Zielgruppe definiert und mit Direktmarketinginstrumenten (Mailing, Telefonkontakt, etc.) gezielt angesprochen.
Ziel des Database Marketing ist eine möglichst individuelle Kundenbeziehung mit einer großen Anzahl von Kunden aufzubauen und gezielt weiterzuentwickeln.

Data Mart
Im Gegensatz zu einem Data Warehouse ist der Data Mart keine unternehmensweite Datenbasis. Die Datenbasis beschränkt sich auf Unternehmensteile, z. B. auf Abteilungen, Bereiche, Produktsparten.
Data Marts sind eine gute Möglichkeit, Bl Lösungen (Business Intelligence) an Hand einer ausgewählten Datenbasis in kurzer Zeit zu implementieren.
Data Migration Prozess des physischen Übertragens von Daten aus einer Datenumgebung in eine andere. Migration ist z. B. das Übertragen von Daten aus verschiedenen Datenquellen (z. B. Textdateien, Daten aus ERP-Systemen, Daten aus relevanten Datenbanken) in eine zentrale Datenbasis (z. B. mit Hilfe eines ETL-Tools). Migration ist aber auch das Übertragen von Daten von einer Plattform auf eine andere (z. B. von UNIX nach NT).

Data Mining
Data Mining ist der Prozess des Entdeckens bedeutsamer neuer Zusammenhänge, Muster und Trends durch die Analyse großer Datensätze mittels Mustererkennung sowie statistischer und mathematischer Verfahren (Erick Brethenoux, Gartner Group).
Data Mining-Verfahren führen zu besseren Prognosen, differenzierteren Segmentierungen, Klassifizierungen und Bewertungen von Kundengruppen oder Märkten.

Datenmodell
Eine Beschreibung des Inhalts einer Datenbank. Zu dem Datenmodell gehört z. B. die Beschreibung der Tabellen und der Relationen der Tabellen untereinander. Eine der bekanntesten Datenmodellierungstechniken ist Entity Relationship Modelling.
Diese Technik identifiziert die Tabellen auf dem jeweiligen Business Level und ihre Verbindung untereinander.

Datenqualität
Die "Tauglichkeit" von Daten für verschiedene Anforderungen. Abhängig von den Anforderungen kann eine Datenbasis für eine Anwendung genügen, für eine andere jedoch nicht.
Während des Aufbaus und Füllens eines Data Warehouses muss die Datenqualität überprüft und gegebenenfalls verbessert werden (z. B. durch das Füllen von leeren Datenfeldern oder das Korrigieren von Mehrfachschreibungen des gleichen Gegenstandes).

Data Scrubbing
Der Prozess der Verbesserung der Datenqualität mit Hilfe von Software-Tools. Data Scrubbing kann in operationalen Datenbanken (Operational Datastore) oder während des Füllens der Data Warehouses erfolgen.

Data Transformation
Prozess der Datenmodifizierung während des Füllens des Data Warehouse oder der Data Migration. Eine Transformation findet z. B. statt, um die Datenstruktur zu ändern, zu verbessern, Daten zu aggregieren (z. B. Summenbildung) oder Daten von verschiedenen Plattformen anzupassen.

Data Warehouse
Von W. H. Inmon entwickeltes Konzept für die themenorientierte, integrierte, zeitbezogene und dauerhafte Sammlung von Informationen zur Entscheidungsunterstützung des Managements.
Ein Data Warehouse ist eine von den operationalen DV-Systemen isolierte Datenbank, die als unternehmensweite Datenbasis für alle Ausprägungen von Systemen dient, um das Management zu unterstützen. Die Speicherung in einem Data Warehouse erfolgt dabei in zwei grundsätzlichen Ausprägungen: relational und multidimensional (ggf. auch nur in einer der beiden Formen).
Die bestehenden Schwächen zum Aufbau eines Data Warehouse bei den dazu verfügbaren Datenbanksystemen mündeten in dem von E. F. Codd entwickelten Ansatz des Online Analytical Processing (OLAP) und der Forderung, Informationen in multidimensionalen Datenbanksystemen zu speichern, um die notwendige Performance sicherzustellen.
Mittlerweile hat sich eine "Koexistenz" von relationalen und multidimensionalen OLAP-Anwendungen gebildet (ROLAP und MOLAP), die in einem Data Warehouse auch parallel eingesetzt werden können.

Datenbanksystem (DBMS)
Database Management System (DBMS) ist die Software, die die Speicherung, den Zugriff und das Management von Daten gewährleistet. Über das DBMS sind Anwendungen in der Lage, Daten zu lesen, zu schreiben oder zu verändern.

Decision Support System (DSS)
Ein Entscheidungsunterstützungssystem, welches Lösungen für Abfrage und Reporting, multidimensionale Analyse (OLAP) sowie für Data Mining zur Verfügung stellt.

DHTML
Bezeichnung für "Dynamic Hypertext Markup Language". DHTML ist eine Erweiterung von HTML, die es gestattet, animierte Web-Bilder zu gestalten.

Dimension
Dimensionen sind die Unterteilung von Geschäftsdaten nach verschiedenen "Blickwinkeln". Wenn z. B. ein Anwender monatliche Umsatzsummen in den verschiedenen Verkaufsregionen und über die verschiedenen Produkte sehen will, können sich folgende Dimensionen ergeben:

1.Dimension Zeit: unterteilt nach Jahren (ggf. auch Quartalen) und Monaten
2.Dimension Verkaufsregion: unterteilt nach Land, Vertretergebiet und Ort
3.Dimension Produkte: unterteilt nach Produkttyp, -reihe und Produkt.

Downloaden
Das Herunterladen von Daten aus dem Internet

Drill Down (Detaillieren)
Mit der OLAP-Funktion Drill Down kann der Anwender während einer interaktiven Datenanalyse auf detailliertere Daten der gerade betrachteten Dimension zugreifen. Man erzielt schnelle Antworten auf erfolgsentscheidende Fragen im Unternehmen durch einfaches Navigieren auf verschiedenen Detaillierungsebenen (Funktionsumfang von Business Intelligence Tools).

Drill Up (Verdichten)
Gegenteil von Drill Down. Mit der Drill-Up- oder auch Roll-Up-Funktion greift man bei der interaktiven Datenanalyse von der gerade betrachteten Dimension auf stärker verdichtete Daten.

Drill Through
Drill Through ist die Technik, von einer Datenquelle auf eine andere (meist detailliertere) zu verzweigen unter Mitgabe von verschiedenen Filtern.

[E]

E-Business
Unter E-Business versteht man die Abwicklung von Geschäften über das Internet.

E-Commerce
Mit Electronic Commerce wird der Handel mit gewerblichen oder privaten Kunden im Internet bezeichnet.
Vertriebskanäle, die das Online-Shopping ermöglichen, sind z. B. Shopping Malls.

E-CRM
Stellt die Verbindung zu E-Business dar und bietet personalisierte Portale für Kunden, Partner und Händler.

E-Marketing
Hierunter versteht man alle Formen von elektronischen – oft internetgestützten – Marketingmaßnahmen.
Beispiel wären Bannerwerbung, Computerspiele, Mailinglisten, Newsletter, Newsticker usw.
Besonders beliebt sind kostenlose Internetdienste wie z.B. Routenplaner, Tarifrechner, Mailing-Dienste usw.

E-Service
Der direkte Zugriff auf Informationen und Dienstleistungen wie z. B. Auftragsverfolgung, Problemmanagement und Garantie und Vertragsverwaltung über das Internet.

Elektronischer Katalog
Während ein Konfigurationssystem viele, auch mehrstufige, Bedingungen während der Zusammenstellung des Angebots berücksichtigen kann, ist bei einem elektronischen Katalog nur die Auswahl aus einem Produktangebot und einfache Bausteinverknüpfung möglich.
Hier sitzen entweder Verkäufer und Kunde gemeinsam vor dem PC und wählen die einzelnen Produkte aus oder der Kunde erhält den Katalog (z. B. auf CD-ROM) zugeschickt und wählt dann selbständig aus.

ERP
Enterprise Ressources Planning Systeme zur internen Unternehmensplanung, -steuerung und -abwicklung. Wird auch häufig als Back Office bezeichnet.

Executive Information Systems (EIS)
Ein Informationssystem für den Zugriff auf und die Analyse von Unternehmensdaten auf einem relativ hohen Level (Management-Ebene).

[F]

Front Office
Vergleichbar Customer Relationship Management-Software. Der Begriff wurde mit von den Anbietern kaufmännischer Software geprägt. Deren ERP-Programme sind dementsprechend das Back Office.

[G]

Geografische Informationssysteme (GIS )
Komplexe Programme zur Visualisierung und Analyse von Daten mit räumlichem Bezug in digitalen Landkarten, besonders für die Vertriebssteuerung interessant.

Geschäftsprozessanpassung
Die Ausrichtung von Geschäftsprozessen nach bestimmten Zielen wie z. B. Gewinnmaximierung, Umsatzsteigerung, usw.
Durch das Internet richten viele Unternehmen ihre Prozesse auf die Rahmenbedingungen des E-Business aus.
Ein Beispiel hierfür ist die Einführung von Supply Chain Management Systemen.

[H]

Help Desk
Wissensbasierte Datenbank, die ein Call Center bei der Beantwortung eingehender Fragen unterstützt.
Außerdem werden häufig auftretende Probleme von Kunden verfolgt und analysiert.

HTML (Hypertext Markup Language)
Seitenbeschreibungssprache zur Definition von Web-Seiten. In HTML werden Datenpakete definiert, die von HTML-Browsern angezeigt werden können. Die heute gängigen Browser sind der "Netscape Navigator" ("Mozilla") und der "Microsoft Internet Explorer".
HTML wird vielfach durch JavaScript funktional ergänzt.

[I]

Inmon, William H.
William H. Inmon wird auch als "Vater des Data Warehouse" bezeichnet. Er hat eine Reihe grundlegender Bücher zum Thema Data Warehouse geschrieben und ist bekannt für die Definition der Data Warehouse Regeln.

Interactive Selling Systemes (ISS)
Programme, die speziell für den Einsatz im Verkaufsgespräch gedacht sind, vom elektronischen Katalog bis zum Konfigurationssystem.
Moderne ISS-Systeme können auch ohne Verkäufer über das Internet vom Kunden selbst bedient werden (Unassisted Selling).

[J]

Join (Verbindung)
Definiert die relationalen Verknüpfungen zwischen Tabellen in der physischen Datenbank. Durch diese Verknüpfungen können Daten aus einer Tabelle mit den Daten aus einer anderen Tabelle in Beziehung gesetzt werden.
Verknüpfungen verbinden Tabellen mit Hilfe von Spalten in Tabellen.

[K]

Kiosk-Systeme
Hierunter versteht man audiovisuelle elektronische Kundeninformationssysteme. Es werden Informationen zum Sortiment, Produkten oder Preisen gegeben.
Ein Beispiel ist z. B. das Angebot des German Online Kiosk (www.gok.de) das einen Überblick über ca. 4.000 Zeitschriften liefert.

Klickrate
Die Anzahl der Klicks, also Besuche, auf einer Webseite.

Knowledge Management
Wenn wir wüssten, was wir alles wissen! - dieser Ausspruch gilt heute wohl für viele Unternehmen.
Aufgrund der Informationsflut kommt es heute darauf an, die Informationen in einem Unternehmen zu lokalisieren, zu bewerten, an den richtigen Stellen abzuspeichern und den entsprechenden Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen.

Konfigurationssystem
Expertensystem, dass das Wissen der Konstrukteure enthält. Der Verkäufer kann damit im Verkaufsgespräch eine passende Produktkonfiguration für den Kunden auswählen und sofort ein Angebot abgeben.

Kontaktmanagementsoftware
Günstige Programme zum Einstieg. Verwalten Kundenadressen und dazugehörende Kontakte und Aktivitäten. Komprimierung von Daten in Cubes. Beim Erzeugen der Cubes (PowerCube) werden die Informationen nicht auf Transaktionsebene im Cube gespeichert, sondern auf der untersten benötigten Ebene der später durchzuführenden Analysen.
Werden beispielsweise nur Analysen auf Monatsebene durchgeführt, so werden die Datensätze auf Monatsbasis zusammengefasst und im Cube gehalten.

[L]

Lifetime Value
Der Wert eines Kunden, der durch den Aufbau einer lebenslangen Beziehung erwirtschaftet werden kann. Kann beim Endkunden mit dem tatsächlichen Lebensalter korrelieren, hat beim BtB Kunden jedoch andere Bezugsgrößen, z. B. Branchenentwicklung.

LDAP
LDAP (Lightweight Directory Access Protocol) ist ein Standardprotokoll für Verzeichnisdienste im Internet. Er implementiert einen Standard für Internet-Clients, -Anwendungen und -Server für den Zugriff auf Verzeichnisdienste.
Wenn sich die Verbreitung von LDAP noch verbessert, erhalten Benutzer einen Standard für einen einheitlichen, interoperablen Zugriff auf Verzeichnisdienste in heterogenen Systemumgebungen.
LDAP kann so die Kommunikation vereinfachen und Intranets können leichter auf das Internet ausgeweitet werden.

Legacy
Unter Legacy Systemen versteht man traditionelle IT-Systeme welche nicht mehr dem gängigen Standard entsprechen.

[M]

Management-Informationssystem (MIS)
Management lnformationssystem (MIS) ist ein Informationssystem für den Zugriff und die Analyse von Unternehmensdaten auf einem relativ hohen Level (Management-Ebene EIS).

Mapping
Mapping ist der Prozess der Spezifizierung die besagt, welche Datentransformation (Data Transformation) während des Füllens des Data Warehouse stattfinden sollen. Diese Spezifizierungen sind in den Meta Daten des Data Warehouse gespeichert.

Marketing-Automation
Sammelbegriff für Systeme, die das Marketing unterstützen, vom Kampagnenmanagement, über die Marketing-Enzyklopädie bis zu speziellen Planungs- und Analysetools (Data Mining).

Marketing-Enzyklopädie
Informationssystem für den Verkauf. Unterrichtet über sämtliche Produkte, Aktivitäten und Marketingaktionen.

Meta-Daten
Meta-Daten sind Daten (Informationen) über Daten.
Sie beschreiben zum Beispiel den Aufbau einer Datenbank oder eines Data Warehouse oder auch bestimmte Geschäftsregeln.
Gespeichert werden diese Daten oftmals in einem Repository in Form von Datenbanktabellen.

Migration
Weiterentwicklung eines CRM Systems von einer zur nächsten Generation.

Multidimensionale Daten
Multidimensionale Daten sind nach mehrfachen Kriterien auswertbare Daten, zum Beispiel Umsatz je Produkttyp und -reihe, je Verkaufsregion, je Kundentyp in einem bestimmten Zeitraum.

Multichanneling
Das Zusammenfassen der einzelnen Kommunikationskanäle – Brief, Fax, Telefon, E-Mail, SMS, usw.

[N]

NUTBASER
NUTBASER ist eine strategische Vertriebsmethode zur Qualifizierung von Verkaufschancen. Die Bewertung beruht auf folgenden 8 Erfolgsfaktoren:

N eeds: Probleme oder Leidensdruck des Kunden
U niques: Alleinstellungsmerkmale des Kunden
T imeframe: Zeitrahmen für die Kaufentscheidung
B udget: Budgetsituation des Kunden
A uthority: Zugang zu den Kaufentscheidungen
S olution: Übereinstimmung und Zustimmung der angebotenen Lösung
E nemy: Interne und externe Mitbewerber
R elationship: Zugang zum Beziehungsnetzwerk des Kunden

[O]

One-to-One-Marketing
Marketing, das sich in seiner Idealausprägung an den spezifischen Bedürfnissen jedes einzelnen Kunden orientiert. Das Modell stammt von Don Peppers und Martha Rogers.
ODBC (Open Database Connectivity) Datenzugriffsstandard von Microsoft, um herstellerunabhängig auf Daten mit einer gemeinsamen Schnittstelle zugreifen zu können. So gibt es ODBC-Treiber für MS-Access, MS-Exel, IBM-DB2 Dialekte, Sybase, Oracle und zahlreiche andere Datenbanken.
Der Vorteil von ODBC ist, dass die Anwendungssoftware eine einzige Datenbankschnittstelle unterstützen muss, nämlich ODBC, egal, welche physische Datenbank hinter dem ODBC-Treiber existiert. ODBC verarbeitet Zugriffsbefehle in –SQL.

OLAP
Mit Online Analytical Processing (OLAP) bezeichnet man die Analyse und Auswertung von multidimensional aufbereiteten Daten (Multidimensionale Daten), um Informationen für Unternehmensentscheidungen zu gewinnen.
OLAP strukturiert Daten auf hierarchische Weise und erlaubt in der Regel sowohl Einzel- als auch Trendanalysen sowie die Zusammenfassung und Rotation (Pivoting) von Daten für Vergleichsberechnungen. OLAP beschreibt auch eine Kategorie von Werkzeugen (OLAP Werkzeuge), die aus dem Datenbestand eines Unternehmens geschäftsrelevante mehrdimensionale Datenverknüpfungen extrahieren und Analyse aus verschiedenen Blickwinkeln (Dimensionen) ermöglichen.
Dazu wird zunächst ein Extrakt aus der relationalen Datenbank entnommen und in einem multidimensionalen Datenwürfel (PowerCube) abgelegt. Auf diesen lassen sich mit den entsprechenden Werkzeugen die oben beschriebenen Analysen ausführen (BI Business Intelligence Tools).

[P]

PDF (Portable Document Format)
Ein Dokumentenformat von Adobe, das mit dem weitverbreiteten «Adobe Acrobat Reader» gelesen, angezeigt und gedruckt werden kann.
Vorteil von PDF-Dokumenten ist, dass sie nicht mehr verändert und mit dem vom Berichtersteller beabsichtigten Erscheinungsbild (Seitenformatierung, Kopf- / Fußzeilen, Hintergrundbilder) auf dem Drucker ausgegeben werden können.
PDF-Dateien können leicht über Netzwerke oder Intranets verteilt werden, Anzeige- und Druckmodule stehen auch für die gängigen Web-Browser zur Verfügung, so dass PDF als "Verteilungsformat für das World Wide Web" gelten kann.

Performance
Die Leistungsfähigkeit (Performance) von Business Intelligence Lösungen wird durch die Schnelligkeit bzw. die Durchsatzrate der zu verarbeitenden Daten beschrieben.
Die Performance einer OLAP-Anwendung bezieht sich z. B. auf

1. Dauer der Erstellung der OLAP-Daten (Power Cube)
2. Dauer der OLAP-Abfragen

Die Performance einer Lösung ist von verschiedenen Faktoren abhängig, z. B.
1. Hardwarevoraussetzung (Hauptspeicher, Prozessor)
2. Datenmodellierung (Anzahl und Gestaltung der Dimensionen und Kennzahlen)
3. Datenumfang
4. Datenbankauslastung

Permission / Marketing Permission
Marketing ist eine Dialog Marketing Strategie, die auf dem Einverständnis des Empfängers basiert. Beispiel: Der Versand eines E-Mail Newsletters zu welchem der Empfänger sich vorher in die "Newsletter Verteilerliste" eingetragen hat. Wesentlich ist, dass der Empfänger jederzeit die Erlaubnis wiederrufen kann.

PowerCube
Ein PowerCube ist eine Datei mit einem herstellerspezifischen Format, in der für OLAP-Abfragen notwendige Informationen gespeichert sind (OLAP).

[Q]

Query
Query (Abfrage) bezeichnet den Prozess der Kommunikation mit einer Datenbank. Eine Query besteht aus Kommandos, die von der jeweiligen Datenbank interpretiert und ausgeführt werden können. Das Ergebnis einer Query können Datenbankinhalte oder auch Änderungen in der Datenbankstruktur sein.

[R]

Relationale Datenbank
Datenbank, bei der die Speicherung der Informationen in Tabellen und Spalten vorgenommen wird. Die Verbindung zwischen den Tabellen (und damit die Möglichkeit der Datenauswertung über mehrere Tabellen hinweg) erfolgt über Schlüsselfelder.

Replication
Prozess des physikalischen Kopierens von Daten aus einer Datenquelle in eine andere. Dabei werden oftmals auch Data Transformation - Funktionen genutzt (Data Transformation).
Es ist auch möglich, dass die Datenquelle und das Datenziel verschiedene Datenbanktypen sind (heterogene Replication).
Replicationen können auch bi-direktional sein. Das heißt, die Datenquellen werden untereinander abgeglichen.

Reporting
Unter Reporting versteht man die Gesamtheit der Methoden und Techniken für eine Berichterstellung.

Repository
Mit Repository bezeichnet man eine (unternehmensweite) Informationsquelle (zum Beispiel eine Datenbank), welche die Informationen enthält, die die Nutzdaten in den einzelnen Datenhaltungssystemen beschreiben (Metadatenbank).
Das Repository kann auch Informationen über verschiedene Versionen und Konfigurationen enthalten. Ziel ist eine einheitliche Entwicklungsumgebung. Das bedeutet, verschiedene Softwareentwicklungstools greifen über das Repository auf eine einheitliche Informationsbasis zu.

[S]

SFA Sales Force Automation
Amerikanische Bezeichnung für Vertriebsinformationssysteme. Hierbei handelt es sich um Prozesse, Software und Tools zur Unterstützung und Automatisierung des Verkaufsprozesses.
SFA umfasst z. B. Kontakt- und Lead-Management, Prognosen und Verkaufsadministration.

Server
Computer, der anderen Rechnern Ressourcen zur Verfügung stellt.

Share of Wallet
Anteil der Gesamtausgaben für eine bestimmte Produktgruppe, die ein Kunde bei einem bestimmten Anbieter ausgibt. Kauft er alles innerhalb der Produktgruppe nur bei einem Anbieter, so ist der Share of Wallet 100%.

Slice and Dice
Slice and Dice ist eine wichtige Funktionalität von OLAP, um aus einer multidimensionalen Datenmenge eine Schicht gesondert zu betrachten, d. h. "herauszuschneiden" (Slice) und sie zur Betrachtung aus verschiedenen Blickwickeln "rotieren" zu lassen (Dice).

SPAM
Unter Spam versteht man alle kommerziellen E-Mails, die massenhaft an Empfänger ohne deren Zustimmung versendet werden, das heißt unverlangt verschickte Marketing- und Werbe-Mails.
Die Rechtsprechung in Deutschland hat Spam-Mails bislang überwiegend verboten.

SQL
Structured Query Language, standardisierte Abfragesprache für relationale Datenbanken.

Standard-Reporting
Unter Standard-Reporting versteht man das Auswerten von Daten mittels vorgefertigter Berichte.
Der Vorteil dieser Berichte ist eine einheitliche Datenberechnung, ein einheitliches Berichtdesign und die Zeitersparnis, da nicht jeder Nutzer diese Berichte erneut zusammenstellen muss.
Standard-Berichte sind z.B. monatliche Umsatzberichte oder Berichte für Adressetiketten.
Der Gegensatz zum Standard-Reporting ist das Ad-hoc-Reporting.

Supply Chain Management
Alle Unternehmensbereiche sowie die dort eingesetzten Systeme im Verlaufe eines Kundenkontaktes. Hierzu zählen sowohl die klassischen ERP-Bereiche (Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung, etc.) als auch Funktionsbereiche wie Marketing, Marktforschung, Vertrieb und Service.
Zielsetzung sind integrierte Lösungen – intern und vor Allem extern (E-Commerce, Internet) – mit dem umfassenden und aktuellen Abbild des Kunden für alle Unternehmensbereiche.

SWOT Analyse
Entspricht der Analyse der internen
Strengths (Stärken-) und
Weaknesses (Schwächenanalyse) sowie der externen
Opportunities (Chancen-) und
Threats (Risikenanalyse).

Schlagzahlenmanagement
Der Begriff Schlagzahl ist aus dem Rudern entlehnt und besagt, dass durch eine numerische Erhöhung der Ruderschläge ein Boot schneller wird.
Aber nicht nur die Schlagzahl ist entscheidend beim Rudern, auch die Schlagkraft also mit welcher Qualität gerudert wird.
Schlagzahlmanagement ist ein Ansatz zur Vertriebsgesamtsteuerung und wirkt auf den Marktdruck und die Leistungskultur eines Unternehmens.

[T]

Telefon-Marketing
Telefon-Marketing ist dem persönlichen Verkauf zuzuordnen und umfasst Kundengewinnung, Kundenbetreuung und Auftragsabwicklung per Telefon.
Die unaufgeforderte telefonische Neukundenakquisition ist durch das UWG (Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb) verboten.

Technology Enabled Relationship Marketing (TERM)
Von der amerikanischen Gartner Group geprägter Begriff, inhaltlich ähnlich zu CRM, jedoch zusätzlich E-Commerce und Interactive Selling.


Technology Enabled Selling

Teilbereich des TERM, der speziell den Verkaufspart abdeckt, also Systeme für das Verkaufsgespräch, aber auch E-Commerce.

Thin Client
Client / Server Konzept, bei dem der Client Verarbeitungsaufgaben definiert und an den Server sendet.
Die Abarbeitung erfolgt dann auf dem Server. Die Ergebnisse werden an den Thin Client zurückgeschickt und auf diesem dargestellt. Damit sind Verarbeitungsgeschwindigkeit und -kapazität nur wenig von der Client-Konfiguration abhängig.
Mit Hilfe des Thin Client lassen sich die TCO (Total Cost of Ownership) senken.

Total Cost of Ownership (TCO)
Die Gartner-Group fordert, dass beim Feststellen der wirklichen Kosten des verteilten Computing alle Faktoren berücksichtigt werden müssen: Dafür hat die Gartner-Group den Begriff Total Cost of Ownership (TCO) geprägt, der in etwa den "Gesamtbetriebskosten" entspricht.
Dazu zählen die Beschaffungskosten, der technische Support, die Administration und die Operationen im Endbenutzer-Bereich.
Hintergrund zu TCO: Das IT-Management steht vor der gleichen Aufgabe wie schon vor Jahren, als es darum ging, herkömmliche Rechenzentren so weit wie möglich zu automatisieren.
Diese Aufgabe steht wieder an, dieses Mal jedoch für Desktops, Client / Server-Netzwerke und verteilte Applikationen, Datenbanken und Benutzerverwaltung.
Basierend auf den Informationen der Gartner Group sind die Kosten, die beim Betrieb eines Rechenzentrums entstehen, 20:80 aufgeteilt – nämlich 20% Personalkosten und 80% Beschaffungskosten.
Diese Kostenaufteilung von 1:4 ist auch wünschenswert für die Client / Server-Netzwerke und verteilten Systeme. Aber in diesem Betriebsumfeld ist in der Tat üblicherweise ein Verhältnis von 7:3 anzutreffen, ein höchst bedenkliches Verhältnis von Personalkosten zu Beschaffungskosten.
Bei reinen Desktop Systemen ist die Kostenverteilung noch beängstigender, denn hier entfallen auf die Personalkosten schon 85%, und nur 15% sind reine Investitionskosten.

[U]

Unassisted Selling
Verkaufen ohne Verkäufer über Internet oder einen Computerkiosk am Point of Sale. Der Kunde sucht sich aus einem elektronischen Katalog das Produkt selbst heraus.

[V]

Variety Seeking
Kundenverhalten welches mehr oder weniger organisiert nach Alternativen zu bestehenden Lieferanten Ausschau hält.

[X]

XML (eXtensible Mark-up Language)
XML ist die Weiterentwicklung der Seitenbeschreibungssprache HTML für das Darstellen von Seiten im Internet. Im Gegensatz zu HTML Objekten "weiß" ein XML-Objekt nicht, was inhaltlich dargestellt wird.